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08.01.2016 – BIP - das grosse Missverständnis

Was, schon 2016? Höchste Zeit,  ein altes Missverständnis aufzuklären: Das BIP misst nicht den Wohlstand, sondern bloss die Anstrengungen, die wir  zu diesem Zweck unternehmen müssen. Die Kluft zwischen Mittel und Zweck wird immer grösser. Firmen müssen werben, damit jemand ihr Zeug überhaupt kauft. Die Werbung und das 23. Paar Schuhe schaffen zwar nicht mehr Wohlstand, zählen aber zum BIP. Genau so wie das Geld, das wir ausgeben müssen, um den 50 Kilometer entfernten Arbeitsplatz zu erreichen.

Weitere Beispiele gefällig? Weil für viele die Arbeit sinnentleert und demotivierend ist, braucht es immer mehr Kontrolle. In den USA entfallen bereits 23 % aller Jobs auf Kontrolle  und Sanktion. Auch die rund 15 BIP-Prozent, die der aufgeblähte Finanzsektor verschlingt, schaffen keinen Wohlstand für die Allgemeinheit.

Klar: Die Anstrengung vom Erfolg zu trennen, ist nicht einfach. Aber das dürfte noch lange kein Grund sein, einfach alles, wofür wir Geld ausgeben (müssen), zum BIP zu addieren. Deshalb habe ich das Problem zum Jahresanfang hier kurz mal angetippt.


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