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30.08.2016 – Negativzinsen - die Opfer sind die Täter

Die Meinungen sind gemacht: Täter sind die Notenbanken mit ihren Negativzinsen, Opfer die Sparer und Pensionskassen. Deshalb, so die NZZ, müssen die Notenbanken die Zinsen erhöhen.
 
Umgekehrt ist richtig. Nicht die Notenbanken, sondern die Pensionskassen drücken die Zinsen unter Null. Darauf hat vor 40 Jahren schon der damalige KOF-Chef, Prof. Hans Würgler, hingewiesen.  Seine damaligen Befürchtungen wurden noch weit übertroffen: Allein in den letzten zehn Jahren hat die Schweiz einen Sparüberschuss von rund 600 Milliarden Franken erzielt, wovon etwa die Hälfte bei den Pensionskassen.
 
Für so viele Ersparnisse finden sich auch im Ausland – das ja auch spart – nicht genügend rentable Anlagemöglichkeiten. Zumal reale Investitionen immer Konsum voraussetzen, der durch das staatlich subventionierte Sparen gebremst wird.
Da ist es nur logisch, dass Sparer bestraft werden, denn zu viel Erspartes lähmt die Wirtschaft. Die Notenbanken können den Zins nicht „künstlich“ senken. Sie können ihn nur mutwillig erhöhen, indem sie allen Anlegern einen Zins über dem Marktniveau garantieren.
 
Laut NZZ würden dadurch „Zombie-Firmen“ Pleite gehen - weil sie den Anlegern mehr Zins zahlen müssten. Wem nützt das? Letztlich wohl den Anlegern, denn  die „Zombie-Arbeitnehmer“ würden vermutlich lieber Lohnsenkungen hinnehmen als ihren Job zu verlieren. Eine Zinserhöhung liefe faktisch also auf eine Umverteilung von unten nach oben, von der Arbeit zum Kapital hinaus. Brauchen wir das wirklich?


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